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B’resheet aytohi hwa miltha (Im Anfang war das Wort)

 

Die östliche aramäische Peschitta wird „die einfache Version“ genannt. Sie wurde seit dem ersten Jahrhundert von den Schreibern und Gemeindeleitern der Kirche des Ostens, wo der Apostel Petrus lehrte, zusammengetragen. Zunächst wurden lediglich 22 der 27 Bücher des Neuen Testaments als Originale anerkannt.

Die Evangelien waren um das 150 komplett. Faszinierend ist die Tatsache, dass die Peschitta nie revidiert wurde. Die Schrift Estrangela war bis ins Jahr 431 die hautsächlich verwendete syrische Schrift, danach entwickelten sich daraus verschiedene Schriftarten, von denen Estrangela bis heute benutzt wird. Schon während der Babylonischen Gefangenschaft wurde der Tanach, die hebräischen heiligen Schriften, ins Aramäische übertragen. Zu jener Zeit wurde die hebräische Schrift verwendet.

Zur Zeit von Yeshua (gr.:Jesus), war der östliche aramäische Dialekt die Lingua Franca des Mittleren Ostens.

Um 635 reisten Missionare der Kirche des Ostens über die Seidenstraße nach Chang’an, dem damaligen Kaisersitz der T’ang Dynastie Chinas und übersetzten dort mit Erlaubnis des chinesischen Herrschers die gesamte Bibel an der Kaiserlichen Bibliothek ins Chinesische. Für 200 Jahre war die christliche Lehre in den damals zehn chinesischen Provinzen bekannt. Es gab Gemeinden, die anschließend unter der neuen Herrschaft verfolgt wurden.

Die Schrift der Uighuren entsprach exakt der Estrangela, und, mit einigen Veränderungen übernahmen auch die Mongolen später zur Zeit Kublai Khans dieselbe etwas modifizierte Schrift, welche noch heute in Nordchina von etwa 7 Millionen Menschen benutzt wird.

1933 wurde von George Lamsa die sogenannte Lamsa Bible in den USA veröffentlicht, die mit Revisionen des Originals der Peschitta an bestehende englische Bibeln angepasst wurde (Lamsas Kirche und Verleger forderten das).

Eine deutschsprachige Version des Originals – ohne Veränderungen -‐ ist nun erstmals seit 1800 Jahren in naher Zukunft komplett zu erwarten. Das gedruckte Buch “VERKÜNDIGUNG VON YOHANAN” (die gute Nachricht nach Johannes) ist bereits seit Dezember 2009 erhältlich.

Die Beispiele aus dem ADNT beantworten manche bestehende Frage, bringen Klarheit im Wort. Vielleicht werfen sie bei manchen auch neue Fragen auf, auf jeden Fall regt es zum Nachdenken über die eigene Beziehung zum Schöpfer und zum Retter Yeshua dem Mashiyach auf. Diese Fragen werden oft durch den Text der Schrift selbst beantwortet.

Der Khabouris Codex der östlichen Peschitta wurde erstmals um das Jahr 164 AD (andere gehen von einem späteren Datum um 310 aus) zusammengestellt und niemals revidiert. Nur eine Übersetzung bedarf der Revision, sowie Veränderung und Anpassung an neue „Strömungen“ menschlicher Gedanken und politischer Machtbestrebungen.

Um alle diese möglichen Fehlerquellen auszuschließen, ist es nur logisch, eine Übersetzung direkt aus dem Original zu erstellen, anstatt aus der Übersetzung einer Übersetzung des Originals heraus zu
arbeiten, wie dies der Fall ist, wenn das Endprodukt über diese Stationen erstellt wurde: aramäisches Original > Zusammenfassung diverser uneinheitlicher griechischer Übersetzungen > lateinische Übersetzung aus dem Griechischen > Übersetzung aus dem Lateinischen in die eigentliche Zielsprache. Bei jeder Übersetzung gibt es Verluste und Veränderungen des Inhalts und der Aussagen.

Der Patriarch der Kirche des Osten bestätigte in moderner Zeit die Geschichte der Peschitta mit diesen Worten: „Die Kirche des Ostens empfing die Schriften aus den Händen der gesegneten Apostel selbst im aramäischen Original, die Sprache, welche unser Meister Yeshua der Mashiyach selbst sprach, und dass die Peschitta der Text der Kirche des Ostens ist, welche seit biblischen Zeiten ohne jegliche Veränderung oder Revision bestehen blieb.“ (Patriarch Mar Eshai Shimun. 5. April 1957)
 

Weitere Zeugen aus den ersten Jahrhunderten:

Papias und Irenäus (150-170 AD) bestätigen beide, dass Matthäus ursprünglich in Hebräisch verfasst
wurde.

Clemens von Alexandrien (150-212 AD.) bezeugt, dass der Hebräerbrief von Paulus in Hebräisch geschrieben wurde.

Origenes (um 210 AD) berichtet, dass Matthäus zuerst für jüdische Gläubige in Hebräisch veröffentlicht wurde.

Eusebius (um 315 AD) legt dar, dass Matthäus in seiner Muttersprache, dem Hebräischen, geschrieben hatte.

Pantaenus berichtet, dass bei seiner Ankunft in Indien dort schon Abschriften vom hebräischenMatthäusevangelium zirkulierten.

Epiphanius (370 AD) bestätigt, dass die Nazarener (die ursprünglichen Nachfolger Jesu) das Evangelium in der hebräischen Sprache bewahrten.

Jerome (382 AD) berichtet, dass Paulus als Hebräer auch in seiner eigenen hebräischen Sprache schrieb, und dass seine Schriften eloquent ins Griechische übertragen wurden.

 

Hebräisch und Aramäisch sind eng verwandte Sprachen, deren Unterschiede zur Zeit von Yeshua so gering waren, dass manche Gelehrte von einem “Dialekt” sprechen.

 

Diese Fakten sind sicher eine Überlegung wert, sich mit der deutschsprachigen Übersetzung zu beschäftigen.

20. Dezember 2009